Garum
Labor-Rezepteinsteigerentwurf

Joghurt selber machen

Auch gesucht als: Joghurt herstellen, Naturjoghurt, Joghurt im Ofen, Joghurt ohne Maschine

Kurz gesagt: Milchsäurebakterien verwandeln warme Milch über Nacht in Joghurt. Ein paar Löffel gekaufter Joghurt reichen als Starter.

Bild im Kopf

Wie Hefe im Teig, nur für Milch: Ein paar Arbeiter genügen, über Nacht werden es Milliarden.

Vorher · Nachherwarme Milch
Glas
Schematisch
Du brauchst · 6–12 Stunden
  • 1 l Milch
  • 2 EL Naturjoghurt mit lebenden Kulturen
  • Topf, Thermometer
  • saubere Gläser
  • Ofen mit Licht oder eine Wärmflasche in einer Kühlbox

Sauber arbeiten. Riecht der Joghurt faulig, ist er rosa oder schimmelig: wegwerfen.

Schritt für Schritt: was dabei passiert

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    Milch auf 85–90 °C erhitzen und etwa 10 Minuten halten

    Die Hitze verändert das Molkeneiweiß. Es bindet später mehr Wasser, der Joghurt wird dicker.

    Eiweiß verändert sich (Denaturierung)
  2. 2
    Auf 43–46 °C abkühlen lassen

    In diesem Bereich arbeiten die Joghurtbakterien am besten. Über etwa 48 °C sterben sie.

  3. 3
    Etwas Milch mit dem Joghurt glatt rühren, dann alles mischen

    So verteilen sich die Bakterien gleichmäßig.

  4. 4
    Abgefüllt 4–12 Stunden warm halten, nicht bewegen

    Die Bakterien machen aus Milchzucker Milchsäure. Die Säure lässt das Milcheiweiß zu einem Gel stocken.

    Milchsäuregärung
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    Sobald er fest ist, in den Kühlschrank

    Kälte bremst die Bakterien: Je länger warm, desto saurer.

    Bakterien und Temperatur: die Gefahrenzone

Ergebnis

Etwa 1 l Joghurt. Abgetropft in einem Tuch wird daraus griechischer Joghurt oder Labneh.

Haltbarkeit

Gekühlt etwa eine Woche. Zwei Löffel davon sind der Starter für die nächste Portion.

Wofür verwenden

  • Zum Frühstück, für Raita gegen Schärfe, für Marinaden.
  • Abgetropft als Labneh mit Olivenöl.
Quellen
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