Garum
Prozesseinsteigerentwurf

Gelieren mit Gelatine

Auch gesucht als: Gelatine, Gelee, Panna cotta, fest werden

Kurz gesagt: Gelatine löst sich in warmer Flüssigkeit und bildet beim Abkühlen ein Netz, das die Flüssigkeit festhält. Im Mund schmilzt es wieder.

Bild im Kopf

Wie ein Fischernetz, das sich im Kalten zusammenzieht und das Wasser in seinen Maschen hält.

Ebene 3 · Gelatine beim Abkühlen≈ 10 nm

Modell vereinfacht
Temperatur-Schwellen0 °C
0 °C120 °C
  1. 4 °CKühlschrank: Netz wird ganz fest
  2. 35 °Cschmilzt (darum zergeht sie im Mund)
  3. 60 °Cwarm: löst sich gut auf
  4. 100 °Ckochen schwächt die Gelatine

Unter 4 °C passiert noch nichts davon. Ab 4 °C: Kühlschrank: Netz wird ganz fest.

Richtwerte

Was passiert

Gelatine besteht aus langen Eiweißketten. Warm schwimmen sie frei, beim Abkühlen verbinden sie sich zu einem Netz. Weil es bei Körpertemperatur wieder schmilzt, zergeht Panna cotta auf der Zunge. Kochen schwächt die Gelatine, und in roher Ananas oder Kiwi zerschneiden das Netz.

Warum wichtig

Erklärt, warum Gelatine nie kochen darf, warum Desserts Zeit im Kühlschrank brauchen und warum Ananasgelee nicht fest wird.

Faustregeln

  1. Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, in warmer (nicht kochender) Flüssigkeit auflösen.
  2. Mehrere Stunden kühlen.
  3. Rohe Ananas, Kiwi, Papaya vorher erhitzen oder aus der Dose verwenden.

Stellschrauben

Temperaturwarm → löst, kalt → geliert
Zeitlänger kühl → fester
Quellen
id · gelbildung-gelatineGrafik-Vorlage · temperaturskala