Senf selber machen
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Kurz gesagt: Senfkörner sind erst scharf, wenn man sie zerkleinert und mit Wasser mischt. Ein Enzym bildet dann die Schärfe, und mit Essig legt man fest, wie scharf er bleibt.
Wie eine Fotokamera: Wasser öffnet den Verschluss, Essig schließt ihn. Was dazwischen passiert, bleibt im Bild.
- 75 g Senfkörner (gelb für mild, braun für scharf)
- Wasser
- 2–3 EL Weißwein- oder Apfelessig
- ½ TL Salz, 1–2 EL Zucker oder Honig
- Mörser oder Mixer
Beim Mahlen steigen scharfe Dämpfe auf: nicht direkt über den Mixer beugen.
Schritt für Schritt: was dabei passiert
- 1Körner einige Stunden in Wasser einweichen
Sie quellen und lassen sich besser zerkleinern. Kaltes Wasser macht den schärfer, warmes milder.
Schärfe: Chili, Pfeffer und Senf - 2Abgießen und mit Salz und Zucker grob oder fein mahlen
Beim Zerkleinern trifft ein in den Körnern auf seinen Partnerstoff. Gemeinsam bilden sie die scharfen Senföle.
Enzym - 3Ein paar Minuten warten, dann Essig einrühren
stoppt das Enzym. Früher Essig gibt milden, später Essig scharfen Senf.
Säure (Zitrone, Essig) - 4In ein Glas füllen und 2–3 Tage im Kühlschrank ziehen lassen
Frisch ist er beißend und bitter. Mit der Zeit wird er runder und milder.
Ergebnis
Etwa ein kleines Glas Senf.
Haltbarkeit
Gekühlt mehrere Monate. Essig und Salz konservieren ihn.
Wofür verwenden
- Zur Wurst, in die Vinaigrette, in die Mayonnaise als Helfer für die Emulsion.
- Grobkörnig zu Käse und Fleisch.
Quellen · 2
- Popular Science: How to make mustard
- Harold McGee: On Food and Cooking (2004)