Garum
Labor-Rezepteinsteigerentwurf

Sauerteig ansetzen

Auch gesucht als: Sauerteig selber machen, Sauerteig-Starter, Anstellgut, Levain

Kurz gesagt: Aus Mehl und Wasser entsteht in rund einer Woche ein Sauerteig: Wilde Hefen und Milchsäurebakterien aus dem Mehl vermehren sich, wenn man sie regelmäßig füttert.

Bild im Kopf

Wie ein Garten aus Samen, die schon in der Erde liegen: Man sät nichts, man gießt nur und jätet.

Vorher · Nachherfrisch gefüttert
Anstellgut
Schematisch
Du brauchst · 5–7 Tage
  • Vollkorn-Weizen- oder Roggenmehl für den Start
  • Weißmehl zum Füttern
  • Wasser
  • Glas mit lockerem Deckel
  • Waage

Riecht er faulig, ist er rosa, orange oder hat er pelzigen Schimmel: neu beginnen.

Schritt für Schritt: was dabei passiert

  1. 1
    Tag 1: 50 g Vollkornmehl und 50 g Wasser mischen, 24 Stunden stehen lassen

    Im Mehl leben wilde Hefen und Milchsäurebakterien. Vollkorn bringt besonders viele mit.

    Milchsäuregärung
  2. 2
    Tag 2: alles bis auf 50 g wegwerfen, mit 50 g Mehl und 50 g Wasser füttern

    Wegwerfen hält die Menge klein, frisches Mehl liefert neues Futter.

  3. 3
    Ab Tag 3 zweimal täglich so füttern, warm bei etwa 21–26 °C

    Die Säure der Bakterien verdrängt unerwünschte Keime, die Hefen werden stärker.

    Milchsäuregärung
  4. 4
    Bereit, wenn er sich 6–8 Stunden nach dem Füttern verdoppelt

    Dann sind genug Hefen da, um ein Brot zu heben.

    Hefegärung

Ergebnis

Ein aktiver Sauerteig, der angenehm säuerlich riecht und voller Blasen ist.

Haltbarkeit

Im Kühlschrank aufbewahren und etwa einmal pro Woche füttern. Grauer Wasserfilm oben ist Hunger, kein Verderb: abgießen und füttern.

Wofür verwenden

  • Für Sauerteigbrot, Pizza und Zopf mit Sauerteig.
  • Die Reste beim Füttern für Pancakes oder Cracker.
Quellen
id · l-sauerteigGrafik-Vorlage · vergleich