Garum
Labor-Rezepteinsteigerentwurf

Pektin aus Apfelresten

Auch gesucht als: Apfelpektin, Pektin selber machen, Geliermittel aus Äpfeln, Gelierhilfe natürlich

Kurz gesagt: Schalen und Kerngehäuse von sauren Äpfeln stecken voller Pektin. Ausgekocht und eingekocht wird daraus ein natürliches Geliermittel.

Bild im Kopf

Wie Kleister aus dem Bastelschrank: Unscheinbar flüssig, aber er hält zusammen, was allein nicht hält.

Vorher · Nachherausgekocht
Pektinsaft
Schematisch
Du brauchst · 1 Tag, davon 1½ Stunden Arbeit
  • 1–1,5 kg saure Äpfel oder Schalen und Kerngehäuse (z. B. vom Apfelkuchen, gesammelt im Tiefkühler)
  • Wasser, bis alles knapp bedeckt ist
  • Topf, Sieb, feines Tuch
  • kalter Teller für die Probe

Schritt für Schritt: was dabei passiert

  1. 1
    Äpfel grob schneiden, mit Wasser bedecken, 40–60 Minuten zugedeckt köcheln

    Hitze löst das aus den Zellwänden ins Wasser.

    Gemüse wird weich (Pektin-Abbau)
  2. 2
    Über Nacht durch ein Tuch abtropfen lassen, nicht pressen

    Pressen macht den Saft trüb.

  3. 3
    Den Saft offen auf die Hälfte einkochen

    Das Pektin wird konzentriert.

    Einkochen (Reduktion)
  4. 4
    Tellerprobe: einen Löffel mit etwas Zucker und Zitrone auf einem kalten Teller abkühlen lassen

    Wird er fest und runzelt beim Schieben, ist genug Pektin da. Sonst weiter .

    Gelieren mit Pektin

Ergebnis

Etwa 500 ml Pektinsaft (Richtwert).

Haltbarkeit

Gekühlt eine Woche, eingefroren in Portionen viele Monate.

Wofür verwenden

  • Für Konfitüre aus pektinarmen Früchten wie Erdbeeren, Kirschen oder Birnen: etwa 250 ml auf 1,5 kg Früchte (Richtwert).
  • Für Gelee.
Quellen · 2